Heliographie Projekt 1827–2027

Ich nutze das älteste fotografische Verfahren, um Momente zu bewahren, die eine Maschine zufällig sah und die eine andere längst vergessen hat.

Ich durchstreife Google Street View und suche nach Momenten, die nicht für den Blick gemacht wurden. Wenn ich einen finde, übersetze ich ihn in ein frühes fotografisches Verfahren: Heliographie nach Niépce, 1827.

Bitumen auf Weißblech. Sonnenlicht. Einmal. Keine Wiederholung.
Das Material ist Asphalt – derselbe Stoff, aus dem die Straße besteht, auf der das Bild aufgenommen wurde. Die Straße kehrt ins Bild zurück.

Viele dieser Momente existieren nicht mehr. Sie wurden überschrieben oder gelöscht.
Jede Arbeit ist ein Unikat: eine Schachtel, eine Platte, ein Moment. 1827–2027.
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The Spectrum of the Real Indexicality, Authorship, and the Limits of Photographic Knowledge, Heliography Project 1827–2027

Venedig, April 2013. Photographer. Heliographie, September 2024. Belichtung: sechs Stunden Sonnenlicht. Unikat. ↗ Street View existiert noch.

Heliographie, der Wanderer, Shibuya, Tokio, Mai 2015, Unikat, hergestellt nach dem Verfahren von Joseph Nicéphore Niépce aus dem Jahr 1822.

Tokio, Mai 2015. Der Wanderer. Heliographie, September 2023. Sechs Stunden Sonnenlicht. Einmalige Belichtung. Google Street View wurde gelöscht – dies ist das letzte Bild.

Heliography “Two Women with Phones”, created in May 2018 at 149 Rue Saint-Dominique, Paris. Handcrafted on aluminum with Niépce’s original 1822–1827 process using Bitume de Judée. Unique collector’s artwork.

Paris, Mai 2018. Two Women with Smartphones. Heliographie, September 2024. Belichtung: sechs Stunden Sonnenlicht. Unikat. ↗ Street View existiert noch.